Deutscher Caritasverband e. V. (DCV)

Deutscher Caritasverband e. V.: Die Hilfe für Menschen in Not steht im Zentrum der Caritasarbeit. In bundesweit rund 25.000 Einrichtungen erhalten sie Unterstützung und Beratung. Arbeitslose, Aids- oder Suchtkranke, Wohnungslose, Strafgefangene, alte und kranke Menschen, Familien und Migranten nutzen die offenen, ambulanten und stationären Dienste. Insgesamt sind es rund elf Millionen im Jahr. Sie lassen sich in den Altenpflegeheimen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Sozialstationen beraten, fördern oder pflegen. Sie suchen Halt und Orientierung in Jugendeinrichtungen, Frauenhäusern oder den verschiedenen Beratungsstellen. Sie finden Arbeit und Qualifikation in Beschäftigungsprojekten, Integrationsfirmen oder Werkstätten. Immer mehr arme Menschen versorgen sich in den Suppenküchen, Tafelläden und Kleiderkammern. Träger der Einrichtungen sind die selbständigen örtlichen und diözesanen Caritasverbände aber auch Orden oder Stiftungen. Zusammen bilden sie den Deutschen Caritasverband.

Fragen an Reiner Sans, Rechtsdirektor

Wie bringt sich Ihr Verband beim Runden Tisch ein?

Seit 2008 organisieren DCV und eaD die vom BMU geförderte Aktion „Stromspar-Check für einkommensschwache Haushalte“. Dabei unterstützen geschulte arbeitslose Stromsparhelfer Bezieher von Arbeitslosengeld II beim Energie- und Wassersparen – durch eine Analyse der Verbräuche vor Ort und kostenlose Energiesparartikel. So können die Haushalte ihre Stromkosten um durchschnittlich 87 Euro pro Jahr, also rund 13 Prozent reduzieren. Weitere Einsparungen ergeben sich zudem durch Verhaltensveränderungen.

Welche Rolle spielt die Energiewende für Ihren Verband?

Die Caritas ist sowohl Anwalt der Armen und Benachteiligen als auch der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Mit der Aktion „Stromspar-Check“ verknüpft sie die Sozialpolitik mit dem Klimaschutz. Diese aufsuchende Energieberatung erreicht Menschen am Rande der Gesellschaft, die durch konkrete Hilfen unterstützt und für das Thema Energieeffizienz sensibilisiert werden und so einen eigenen Beitrag zur Energiewende leisten können. 

Warum ist die Entwicklung der Stromkosten ein gesellschaftlich relevantes Thema?

In der Sozialberatung der Caritas haben über 15 Prozent der Klienten „wohnungsnahe“ Schulden. Jeder Zweite von diesen benennt explizit Energieschulden. Stromsperren werden angedroht und auch vermehrt durchgesetzt. Für die betroffenen Menschen ist dies eine Katastrophe. Wer mit dem Regelsatz der Grundsicherung auskommen muss, hat kaum Reserven, um Preissteigerungen oder Nachzahlungen aufzufangen. Arme Haushalte haben zudem oft alte, „stromfressende“ Geräte.

Mit welchen Angeboten unterstützen Sie Verbraucher bzw. Ihre Mitglieder beim Stromsparen?

In mehr als 100 Städten und Gemeinden haben in den vergangenen vier Jahren über 80.000 arme Haushalte am „Stromspar-Check“ teilgenommen und somit eine Beratung „auf Augenhöhe“ und kostenlose Soforthilfen erhalten. Bei dieser Hilfe zur Selbsthilfe wurden bisher fast 950.000 Energie- und Wassersparartikel eingebaut, mit denen insgesamt rund 158.000 Tonnen CO2 weniger emitiert wurden. 

Zahlen / Fakten des Partners

Name:

Deutsche Caritasverband e. V. (DCV)

Gründungsjahr:

1897

Anzahl der Mitglieder:

9300 katholische Rechtsträger; etwa 500.000 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen

Website:

www.caritas.de

Stromangebote und Dokumente

 

Stromspar-Check

Die Aktion „Stromspar-Check“ hilft einkommensschwachen Haushalten ihren Stromverbrauch zu verringern und damit ihre Haushaltskasse zu entlasten.

Zum Stromspar-Check