Strom- und Heizkosten-Tipps für Unternehmen

Viele Firmen können auch ohne große Investitionen Ihren Energieverbrauch reduzieren. Werden Mitarbeiter dazu motiviert, ihr Verhalten an der einen oder andere Stelle zu ändern, ist eine Ersparnis von teilweise über 15 Prozent möglich.

Büroausstattung effizienter gestalten

  • Energiemonitore oder Stromkostenmessgeräte erfassen bei PC, Drucker, Deckenfluter oder Kaffeemaschine die Augenblickswerte der Leistungsaufnahme – im Betrieb, in Bereitschaft oder im Schein-Aus – und über eine längere Zeit eingesetzt auch den Stromverbrauch. So lässt sich einfacher entscheiden, wo sich Maßnahmen lohnen und sich etwa die Neuanschaffung von effizienteren Geräten bezahlt macht.

  • Sogenannte Master-Slave-Steckdosenleisten trennen alle daran angeschlossenen Geräte automatisch vom Netz, sobald das Hauptgerät – zum Beispiel der Rechner – ausgeschaltet wird. Zeitschaltuhren eigenen sich etwa für Geräte, die noch eine Weile nach Feierabend angeschlossen bleiben sollen; zum Beispiel die Schaufenster-Beleuchtung.

  • Eine energieeffiziente Beleuchtung macht sich dort, wo Lampen länger als eine halbe Stunde täglich leuchten, schnell bezahlt. Stromsparende Lampen – LEDs, sparsame Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen – gibt es in unterschiedlichen Lichtfarben und für etliche Einsatzbereiche. In manchen Räumen können Bewegungsmelder oder Schilder an der Tür („Licht aus?“) eine unnötige Beleuchtung vermeiden.

  • Nicht jeder Arbeitsplatz braucht einen kompletten Gerätepark. Mehrere Mitarbeiter können beispielsweise Kopierer oder Drucker gemeinsam nutzen. Das spart  Strom, Papier und Druckkosten. Muss man ein paar Schritte gehen, druckt man lieber nur das, was wirklich nötig ist.

  • Klimaanlagen sind oft Stromfresser. Sinnvoll ist es, die Kühlung durch andere Maßnahmen zu unterstützen und den Kühlungsbedarf zu verringern, etwa durch variable Arbeitszeiten, Sonnenschutz vor den Fenstern, das Abschalten unnötiger Wärmequellen sowie frühmorgendliches Lüften. Ist der Betrieb nicht zu vermeiden, sollten die Geräte möglichst effizient sein. Solltemperatur prüfen – reichen nicht auch 26 °C statt 24 °C? Regelmäßige Wartung vermeidet, dass die Kühlleistung abnimmt und der Stromverbrauch zunimmt. Die Inspektion von Klimaanlagen ist ab einer bestimmten Größe übrigens vorgeschrieben!

Stromsparen in Pausen und Teeküchen

  • Ab dreißig Minuten Arbeitspause und auch zum Feierabend ist es sinnvoll, Rechner und andere Arbeitsgeräte am Arbeitsplatz auszuschalten und sie möglichst ganz vom Netz zu nehmen. Denn auch die Netzteile allein verbrauchen oft noch Strom. Schaltbare Steckdosenleisten ermöglichen das ganz komfortabel.

  • Für kurze Arbeitspausen kann man am Rechner in den Energieoptionen des Betriebssystems den Energiesparmodus dauerhaft aktivieren und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Monitor, Festplatte oder der gesamte PC gehen dann auf Knopfdruck oder nach einer ausgewählten Zeit in den Stand-by-Modus oder den Ruhezustand, wenn nichts am Rechner passiert.

  • Auch in Teeküchen kann man Energie sparen. Elektrische Wasserkocher sind Elektroherden in der Energieeffizienz oft deutlich überlegen. Vor allem, wenn nur die tatsächlich benötigte Wassermenge zum Kochen gebracht werden muss. Für das Erwärmen von kleineren Essensportionen sind Mikrowellenherde geeignet.

  • Geschirrspüler sind längst sparsamer als der Abwasch per Hand und allemal bequemer. Aber sie sollten nur laufen, wenn sie wirklich voll sind – am besten im Energiesparprogramm. Und die für Büros typische Kaffeemaschine sollte abgeschaltet werden, sobald der Kaffee fertig ist. Aus einer Thermoskanne schmeckt Kaffee zudem besser als von der Warmhalteplatte.

  • Dass warme Speisen nicht gleich in den Kühlschrank sollen und der Kühlschrank sinnvollerweise nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Herd oder Heizkörper steht, wissen viele. Zur Not helfen hier Wärmedämmplatten. Weniger bekannt ist, dass im Kühlschrank eine Temperatur von sieben Grad und im Gefrierfach eine Temperatur von minus 18 Grad ausreicht. Dafür langt oft schon Kühlstufe "1".

Tipps zum Heizen im Büro

  • In der Heizperiode sorgt täglich mehrfaches Stoßlüften über wenige Minuten für Wohlbefinden und bessere Konzentration. Thermostatventile am besten kurz vor dem Lüften zudrehen. Gegenüber der dauerhaften Lüftung über gekippte Fenster verhindert kurzes Stoßlüften ein Auskühlen der Wände. Programmierbare Thermostatventile sorgen dafür, dass die Räume über Nacht oder am Wochenende deutlich weniger beheizt werden, aber nicht ganz auskühlen.

  • Büroräume sollten im Winter zwischen 20 und 22 Grad warm sein. Bei Heizkörperthermostaten reicht dafür gewöhnlich die mittlere Stellung. Da das Wärmeempfinden der Kollegen ganz unterschiedlich sein kann, ist eine einvernehmliche Lösung zweckmäßig. Wandthermometer schaffen zumindest Objektivität. Damit nicht so viel Wärme aus den Büros entweicht, sollten die Türen geschlossen bleiben, da in Räumen wie Teeküche und Fluren meist ein paar Grad weniger reichen.

Weiterführende Links

Zu den Beratungsangeboten für Unternehmen

Dossier "Energiesparen in Unternehmen" bei co2online.de