Rechnen sich Funksteckdosen eigentlich?

Wer sichergehen will, dass Elektro-Geräte nicht unnötig Strom verbrauchen, sollte sie nach Gebrauch komplett vom Netz trennen. Mit ferngesteuerten Steckdose muss man dafür nicht einmal von der Couch aufstehen. Wie sinnvoll die kleinen Geräte sind, verrät Stefan Nakazi von der Verbraucherzentrale NRW.

"Rechnen sich Funksteckdosen eigentlich?" (Hans-Walter Witthoeft, Lüneburg)

Stefan Nakazi (Verbraucherzentrale NRW): „Funksteckdosen werden immer beliebter. Mithilfe einer kleinen Fernbedienung können Endgeräte wie Fernseher, Stereoanlage oder auch Lampen über einen einfachen Zwischenstecker ein- und ausgeschaltet werden. Es gibt auch Modelle, die dimmen können.

Wie viel Strom eine ferngesteuerte Steckdose einspart, hängt entscheidend davon ab, wie viel Standby-Verbrauch sie vermeidet. Wenn Sie an die Funksteckdose einen Mehrfachstecker mit verschiedenen Geräten anschließen, können Sie gleich mehrere Standby-Verbraucher gleichzeitig abschalten.

Aber Vorsicht: Die Funksteckdose benötigt auch Strom, damit sie permanent empfangsbereit ist! Und auch bei der Durchleitung von Strom geht ein bisschen Energie verloren. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die Funksteckdose nicht mehr als ein Watt im Standby verbraucht. Sonst benötigen Sie schnell mehr Strom als vorher. Manuell abschaltbare Steckerleisten sind meist sparsamer, dafür aber weniger komfortabel. Übrigens: Der Standby-Verbrauch von einem Watt entspricht etwa 2,45 Euro Stromkosten im Jahr.“