Stromspar-Check PLUS: Hilfe von Caritas und Energie- und Klimaschutzagenturen

Den Energieverbrauch senken, das Klima schonen und langzeitarbeitslosen Frauen und Männern den Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglichen – das sind die Ziele der Aktion, die sich an Haushalte mit geringem Einkommen richtet.

Rund 170.000 Haushalte haben bisher am „Präventivprogramm gegen Energiearmut“ teilgenommen und ihren Energieverbrauch um durchschnittlich 13 Prozent gesenkt. Damit sparen die Teilnehmer im Schnitt 156 Euro an Energie- und Wasserkosten pro Jahr. In über 170 Städten und Landkreisen sind zurzeit rund 1.100 Stromsparhelferinnen und -helfer unterwegs. Sie sind für diese Beratung umfassend qualifiziert. Über 100 Stunden Schulung und die tägliche Arbeitspraxis machen sie zu erfahrenen Ratgeber. Die Stromsparhelfer kennen als ehemalige Langzeitarbeitslose die Alltagsprobleme von Haushalten mit geringem Einkommen aus eigener Erfahrung.

Der Stromspar-Check PLUS versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe und will davor schützen, ins Energie-Abseits zu geraten und im Dunkeln zu sitzen. Die Stromspar-Teams nehmen in den teilnehmenden Haushalten beim ersten Besuch die Energie- und Wasserverbräuche auf. Aus diesen Angaben sowie dem Nutzungsverhalten wird in der Projektdatenbank eine individuelle Auswertung mit den entsprechenden Einsparpotenzialen erstellt. Beim zweiten Besuch erhält der Haushalt die jeweils sinnvollen Energie- und Wassersparartikel im Wert von durchschnittlich 70 Euro sowie eine Beratung zu weiteren Einsparmöglichkeiten durch Verhaltensveränderungen, beispielsweise beim Heizen und Lüften, Kühlen oder Waschen.

150 Euro-Gutschein für den Austausch alter Kühlgeräte

In Haushalten mit geringem Einkommen führen alte und damit „stromfressende“ Kühlgeräte oftmals zu einer erheblichen finanziellen Belastung. Hier schafft die bundesweite Aktion Stromspar-Check PLUS praktische Abhilfe. Im Rahmen eines Stromspar-Checks können Haushalte deshalb einen 150-Euro-Gutschein für den Kauf eines energieeffizienten A+++-Kühlgerätes erhalten. Dadurch können die Stromkosten um weitere rund 100 Euro pro Jahr reduziert werden.

Teilnehmen kann jeder Haushalt, der Arbeitslosengeld II (ALG II), Sozialhilfe, Wohngeld, einen zusätzlichen Kinderzuschlag oder eine geringen Rente bezieht sowie Inhaber eines lokalen Sozialpasses oder Familienpasses, außerdem Geringverdiener, deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt.

Ende 2008 haben der Deutsche Caritasverband e. V. (DCV) und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V. (eaD) die Aktion gestartet. Im Sommer 2012 wurde sie mit dem europäischen Umweltpreis „Sustainable Energy Europe Award“ ausgezeichnet. Gefördert wird der Stromspar-Check vom Bundesumweltministerium.

Alle Details zum Stromspar-Check sowie die Kontaktdaten aller Standorte finden Sie unter www.stromspar-check.de.

Quellen: Internetseite des Projektes Stromspar-Check (Stand: März 2015).