Energieeffizienten Trockner kaufen: die besten Tipps

Wer sich statt Sonnenschein und Wäscheleine für einen Trockner entscheidet, sollte bei der Anschaffung des Geräts besonders auf den Stromverbrauch achten und langfristig auf A+++-Trockner setzen. Die höheren Anschaffungskosten zahlen sich langfristig aus.

Beim Kauf eines neuen Trockners ist die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Gerät gar nicht so einfach. Das liegt vor allem daran, dass es insgesamt vier verschiedene Geräte-Typen am Markt gibt: Kondensationstrockner, Kondensationstrockner mit Wärmepumpentechnik, Ablufttrockner und Gastrockner.

Dennoch, alle Wäschetrockner arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Erwärmte Luft wird in die Trommel geleitet und entzieht der nassen Wäsche die Feuchtigkeit. Bei Ablufttrocknern wird anschließend die feuchte Luft durch einen Schlauch nach draußen geleitet. Dies kann über ein Fenster oder ein fest installiertes Abluftsystem passieren. Daher sind Ablufttrockner nicht für geschlossene Räume geeignet. Dafür eignen sich wiederum Kondensationstrockner. Diese kühlen die warme und feuchte Luft mit Hilfe kalter Umgebungsluft wieder ab. Die Feuchtigkeit kondensiert und wird meist in einem Behälter gesammelt.

Achten Sie beim Kauf auf die Energieeffizienz

Der Stromverbrauch von Trocknern kann sich erheblich unterscheiden. Geräte der Energieeffizienzklasse A verbrauchen bis zu 65 Prozent weniger Energie als ein konventionelles Abluftgerät der Energieeffizienzklasse C und immer noch 60 Prozent weniger Energie als ein Kondensationsgerät der Klasse B. Besonders sparsam sind Kondensationstrockner mit Wärmepumpentechnologie in den Klassen A bis A+++. Diese Geräte sind in der Anschaffung teurer als konventionelle Kondensationstrockner, ermöglichen aber beim Verbrauch eine Ersparnis von über 50 Prozent gegenüber einem B-Gerät ohne Wärmepumpentechnologie. Seit Juni 2013 gilt auch für Trockner die Kennzeichnungspflicht mit dem Energielabel und bietet einen großen Überblick inklusive des jährlichen Stromverbrauchs in Kilowattstunden.

Weniger effizient: Ablufttrockner und konventionelle Kondensationstrockner

Ablufttrockner erreichen in der Regel maximal die Effizienzklasse B. Gleiches gilt für konventionelle Kondensationstrockner am Markt. Eine Anschaffung dieser Modelle lohnt sich, wenn überhaupt, nur für Haushalte, die wenig oder selten trocknen. Dann rechnet sich auch der höhere Stromverbrauch bei diesen Modellen. Vor allem bei alten Geräten mit den Effizienzklassen C oder D lohnt sich sehr früh ein Austausch gegen einen sparsamen Wärmepumpentrockner. Bei Ablufttrocknern ist ebenfalls zu beachten, dass vor allem im Winter durch das geöffnete Fenster Wärme verloren gehen kann. Das treibt die Heizkosten in die Höhe.

Besonders effizient: Wärmepumpentrockner und Gastrockner

Neben herkömmlichen elektrischen Wäschetrocknern schonen vor allem Gastrockner und Wärmepumpentrockner durch ihre besondere Technik die Haushaltskasse: Erdgas hat einen höheren Wirkungsgrad als elektrische Energie und Wärmepumpentrockner nutzen auch die Abwärme des Trockners. Voraussetzung für den Betrieb eines gasbetriebenen Ablufttrockners ist ein Gasanschluss am Aufstellort. 

Besonders sparsam sind vor allem moderne Wärmepumpentrockner. Diese erreichen als Einzige die beste Energieeffizienzklasse A+++. 

Beispielrechnung: Daher lohnt sich ein A+++-Trockner  

In der Anschaffung sind besonders stromsparende Geräte wie Wärmepumpentrockner teurer. Doch auf die Lebensdauer der Geräte gerechnet sparen Sie langfristig Stromkosten ein. In der Regel haben Wäschetrockner eine Lebensdauer von zehn bis dreizehn Jahren. 

Wir haben für Sie eine Beispielrechnung vorbereitet

Ein Ablufttrockner (7 kg Fassungsvermögen) der Effizienzklasse C hat einen jährlichen Stromverbrauch von 130 Euro bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 350 Euro. Deutlich weniger Strom benötigt dagegen ein Wärmepumpentrockner der Kasse A+++. Bei diesem fallen jährliche Stromkosten von nur 43 Euro an. Auch wenn der Wärmepumpentrockner einen höheren Anschaffungspreis von rund 800 Euro hat, können Sie auf 13 Jahre gesehen immer noch 681 Euro an Energiekosten sparen. 

Weiterführende Links 

Die Preisangaben basieren auf der Strompreisanalyse des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. 2014. Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland wird dort mit 27 Cent/kWh angegeben. Bei steigenden Strompreisen können die Einsparungen noch höher ausfallen.

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