Stromverbrauch im 3-Personen-Haushalt

1970 waren fast 20 Prozent der westdeutschen Haushalte 3-Personen-Haushalte. Seither ist deren gesamtdeutscher Anteil auf nur noch knapp 13 Prozent im Jahr 2011 geschrumpft. Zu diesem Zeitpunkt lebten zirka 15 Millionen Menschen in Deutschland zu dritt im Haushalt. Ein Grund für den Rückgang von 3-Personen-Haushalten ist die gestiegene Lebenserwartung. Dadurch wächst die Zahl älterer Menschen, die häufig in 1- oder 2-Personen-Haushalten leben. 

Die Grafik illustriert außerdem einen weiteren Fakt: Ein 3-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus verbraucht tendenziell mehr Strom als ein Haushalt gleicher Größe in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus. Warum das so ist? Im Einfamilienhaus ist die Wohnfläche meist größer. Zusätzlich schlagen dort beim Verbrauch Gartengeräte, Außenbeleuchtung, Garage oder der Strom für die Heizungspumpe zu Buche.

Stromverbrauch und Stromkosten im 3-Personen-Haushalt

Ein 3-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus hat einen mittleren Jahresverbrauch von 3.800 Kilowattstunden Strom. Im Falle einer elektrischen Warmwasserbereitung steigt der jährliche Stromverbrauch zusätzlich um durchschnittlich 800 Kilowattstunden. Bei dem derzeitigen Strompreis von gemittelt 28,7 Cent je Kilowattstunde* ergeben sich für durchschnittliche 3-Personen-Haushalte Stromkosten von 1.090 beziehungsweise 1.320 Euro im Jahr.

Es ist in vielen Fällen einfach, den Stromverbrauch im 3-Personen-Haushalt und damit die Kosten dauerhaft zu senken. Aufgrund der künftig weiter steigenden Preise für Energie lohnt es sich noch mehr, gleich mit dem Sparen anzufangen. Mit wenigen Schritten lassen sich oft schon spürbare Einsparungen erreichen. Nutzen Sie dazu unsere Stromspartipps oder nehmen Sie Kontakt zu Experten auf, die Sie gern persönlich vor Ort beraten.

In der folgenden Beispielrechnung verringert ein 3-Personen-Haushalt ohne Warmwasserbereitung mit nur drei Stromspar-Tipps seinen Stromverbrauch um über 900 Kilowattstunden, das sind 24 Prozent. Beim aktuellen Durchschnittsstrompreis* spart der Beispielhaushalt somit jedes Jahr gut 260 Euro.

Beispiele: Stromverbrauch senken im 3-Personen-Haushalt

Tipp-Beispiel 1: Der 3-Personen-Haushalt ohne elektrische Warmwasserbereitung in unserer Beispielrechnung investiert in Energiesparmaßnahmen, um den Stromverbrauch deutlich zu senken. Zunächst werden nahezu alle elektrischen Verbraucher, die Stand-by-Verluste verursachen, an „intelligente“ automatische Steckdosenleisten (so genannte Master-Slave-Steckdosenleisten) angeschlossen. Diese unterbinden automatisch sämtliche Stand-by-Verbräuche der angeschlossenen Geräte beim Abschalten des Hauptgerätes. „Intelligente“ Master-Slave-Steckdosen schalten sich bis auf einen winzigen Restverbrauch dann sogar selbst ab. Die jährlichen Stand-by-Verbräuche des Haushaltes von über 500 Kilowattstunden können damit zu 95 Prozent vermieden werden. Die Ausgaben für drei solche Steckdosenleisten liegen bei 45 Euro und machen sich in diesem Fall nach wenigen Monaten bezahlt.

Tipp-Beispiel 2: Beinahe alle ineffizienten Glüh- und Halogenlampen im Haushalt werden mit sparsamen Energiespar- und LED-Lampen ersetzt. Es werden 95 Prozent aller Lampen ausgetauscht. Das kann von jährlich 400 Kilowattstunden für die Beleuchtung etwa drei Viertel und somit Stromkosten von gut 80 Euro vermeiden. Die effiziente Beleuchtung verursacht nur noch einen Stromverbrauch von jährlich 100 Kilowattstunden. Die Investition von rund 200 Euro für die neuen Leuchtmittel ist nach gut zwei Jahren durch die gesparten Stromkosten und die längere Lebensdauer der effizienten Lampen wieder drin.

Tipp-Beispiel 3: Die alte Kühl-Gefrierkombination funktioniert zwar noch, ist aber, was die Höhe ihres Stromverbrauchs angeht, völlig veraltet. Sie wird fachgerecht entsorgt. Ein sehr günstiges neues A+++-Gerät wird für 460 Euro angeschafft und entsprechend der Anleitung bei plus sieben Grad Celsius und minus 18 Grad Celsius betrieben. Die dadurch erzielte jährliche Stromersparnis liegt bei 130 Kilowattstunden. Diese Investition ist gut für die Umwelt, macht sich allerdings erst nach über zehn Jahren bezahlt – sofern man annimmt, dass in dieser Zeit nicht ohnehin ein Austausch notwendig geworden wäre.

Zu allen Stromspar-Tipps

* Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ermittelt jährlich die Strompreise für private Haushalte. Der Preis liegt im Januar 2016 bei 28,7 Cent pro Kilowattstunde.

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