Stromverbrauch im Haushalt: Durchschnitt & Einspartipps

Steigende Stromkosten belasten die Haushaltskassen. Umso mehr können sich Sparmaßnahmen lohnen, die den Stromverbrauch deutlich senken. Da auch die Einsparpotenziale von der Haushaltsgröße, dem Nutzerverhalten und der technischen Ausstattung abhängen, haben wir den Erfolg von verschiedenen Tipps für ausgewählte Beispiel-Haushalte für Sie berechnet. Anhand der Rechenbeispiele bekommen Sie einen Eindruck, welche Vorschläge für Ihren Haushalt geeignet sind.

Drei Faktoren, die den Stromverbrauch beeinflussen

Wie hoch der Stromverbrauch eines Haushalts ist, hängt vor allem von der Zahl der Bewohner ab. Mit der Zahl der Personen steigt in der Regel auch der Verbrauch, allerdings nicht im gleichen Maße. Der Grund: Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine werden gemeinsam genutzt. Deswegen ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch in größeren Haushalten meist geringer als in kleineren Haushalten.

Außerdem hängt die Höhe des Verbrauchs auch davon ab, ob es sich um ein Einfamilienhaus oder um ein Mehrfamilienhaus handelt. Der Stromverbrauch in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus ist durchschnittlich 36,6 Prozent niedriger als im Einfamilienhaus. Außenbeleuchtung, Garten und Garage sorgen für zusätzlichen Stromverbrauch.

Ein weiterer Faktor ist die Warmwasserbereitung. Wird das Warmwasser für Bad und Küche mit Strom erhitzt, also per Durchlauferhitzer oder Boiler, erhöht sich der Stromverbrauch pro Kopf um knapp 27 Prozent oder 385 kWh jährlich, was Stromkosten von 110 Euro entspricht.

Durchschnittlicher Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

Laut dem Stromspiegel 2016 verbrauchen Haushalte in Deutschland im Schnitt so viel Strom:

  • Haushalt mit einer Person: 3.000 kWh
  • Haushalt mit zwei Personen: 3.100 kWh
  • Haushalt mit drei Personen: 3.800 kWh
  • Haushalt mit vier Personen: 4.200 kWh
  • Haushalt mit fünf Personen: 5.200 kWh

Bei den Angaben handelt es sich um durchschnittliche Werte für Haushalte ohne elektrische Warmwasserbereitung in Einfamilienhäusern. Entsprechende Vergleichswerte für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern finden Sie ebenfalls im Stromspiegel für Deutschland 2016. Der optimale Stromverbrauch eines Haushalts ist deutlich geringer. Wie Sie den Verbrauch senken können, zeigen Ihnen die auf jede Haushaltsgröße zugeschnittenen Vorschläge. 

Tipps zum Senken des Stromverbrauchs im Haushalt

  1. Schnell bezahlt machen sich zum Beispiel „intelligente“ automatische Steckdosenleisten. Master-Slave-Steckdosenleisten helfen dabei, Stand-by-Verluste zu vermeiden. Wird das Hauptgerät abgeschaltet, unterbindet die intelligente Steckdosenleiste automatisch sämtliche Stand-by-Verbräuche aller angeschlossenen Geräte. In einem Single-Haushalt können leicht drei Viertel der jährlichen Stand-by-Verbräuche von über 400 Kilowattstunden vermieden werden.
  2. Alte Kühlschränke und Kühl-Gefrierkombinationen zählen zu den größten Stromfressern im Haushalt. Hat Ihr Gerät schon einige Jahre auf dem Buckel, sollten Sie über einen Austausch nachdenken, wenn Sie Ihren Stromverbrauch deutlich senken wollen. Mit einem sparsamen A+++-Gerät können Sie die jährlichen Stromkosten im 3-Personen-Haushalt um 130 Euro senken. Allerdings rechnet sich diese Investition erst nach einigen Jahren.
  3. Haushalte mit elektrischer Warmwasserbereitung können mit einem weiteren Tipp Ihren Stromverbrauch senken, ohne viel investieren zu müssen. Möglich machen es Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer. In 1- und 2-Personen-Haushalten können damit die Stromkosten pro Jahr im Schnitt um fast 120 Euro sinken. Die Ausgaben von unter 40 Euro machen sich so schon in wenigen Wochen bezahlt.

Weitere Rechenbeispiele und Tipps zum Senken des Stromverbrauchs enthalten die Artikel zu den verschieden großen Haushalten.

1-Personen-Haushalt

Die Zahl der Singlehaushalte steigt. Da auch bei Einpersonenhaushalten viele Geräte bereits vorhanden sind, sind die Stromkosten für eine Person meist höher, als wenn mehrere Menschen einen Haushalt teilen. Im Beispielhaushalt wird die Wirkung von zwei Stromspartipps berechnet.

Stromverbrauch: 1-Personen-Haushalt

2-Personen-Haushalt

Die meisten Menschen leben in Haushalten dieser Größe. Unser Beispiel zeigt, wie viel Strom und Stromkosten ein Zweipersonenhaushalt mit durchschnittlichem Stromverbrauch durch drei ganz unterschiedliche Tipps sparen kann. Damit ist das Sparpotenzial aber längst nicht ausgeschöpft.

Stromverbrauch: 2-Personen-Haushalt

3-Personen-Haushalt

Für diesen Fall haben wir Tipps gewählt, die etwas mehr kosten. Während der Zweipersonenhaushalt nur Lampen austauscht, die lange brennen, werden hier alle Lampen durch effiziente Leuchten ersetzt.  Die Berechnung zeigt, wie groß die Unterschiede bei den Ausgaben und Einsparungen sind. 

Stromverbrauch: 3-Personen-Haushalt

4-Personen-Haushalt

Große Haushalte sind oft mit vielen Geräten ausgestattet, die eine Menge Strom verbrauchen. Meist werden die Geräte ausgiebiger genutzt, was den Verbrauch weiter erhöht. In unserem Beispiel haben wir mit nur zwei Sparmaßnahmen gerechnet. Das Sparpotenzial ist natürlich weitaus höher.

Stromverbrauch: 4-Personen-Haushalt

5-Personen-Haushalt

Je mehr Menschen in einem Haushalt leben, desto höher ist meist der Stromverbrauch. Da oft nicht alle Bewohner ein eigenes Einkommen haben, sind die finanziellen Belastungen durch die Stromkosten oftmals erheblich. Häufig lassen sich die Ausgaben aber deutlich verringern. Das Beispiel rechnet mit zwei Tipps zum Stromkosten senken. 

Stromverbrauch: 5-Personen-Haushalt