Discovergy Zähler im Test: Alle Ergebnisse im Überblick

Ein echter Smart Meter ist der Stromzähler von Discovergy. Er wird anstelle des bisherigen Stromzählers fest installiert und per Kabel, Steckdose oder Mobilfunk mit dem Internet verbunden. Der intelligente Zähler speichert die Verbrauchsdaten und macht sie über das Internet jederzeit zugänglich. Über Computer, Tablet oder Smartphone erfährt der Nutzer den aktuellen Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten und kann beobachten, wie das An- und Ausschalten von Geräten den Stromverbrauch verändert.

Der Discovergy-Zähler ermöglicht auch, den Verbrauch mit zurückliegenden Zeiträumen oder anderen Haushalten zu vergleichen. Darüber hinaus bietet Discovergy weitere Unterstützung wie etwa Warnmeldungen bei erhöhtem Stromverbrauch oder effiziente Energiespartipps. Alle aufgezeichneten Werte können außerdem automatisch in das kostenlose Energiesparkonto übernommen werden.

Die Jahresgebühr für das Gerät einschließlich Installation kostet üblicherweise etwa 130 Euro. Für Testhaushalte werden diese Kosten übernommen. Alle Discovergy-Nutzer sparen die Gebühr für den alten Stromzähler (etwa 15 bis 25 Euro pro Jahr). Ab dem zweiten Jahr fällt für den Stromzähler von Discovergy eine jährliche Gebühr von 60 Euro an. Der optionale Internetzugang per Mobilfunk kostet pro Jahr 60 Euro zusätzlich.

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Testbericht Discovergy Stromzähler

Am Test des Discovergy Stromzählers haben sich fünf Haushalte aus ganz Deutschland beteiligt. Zwei Wochen haben die Nutzer den Smart Meter unter die Lupe genommen. Im Schnitt hat der Discovergy Stromzähler 6,2 von 7 möglichen Punkten erhalten.

Für den Test wurde das Gerät von Discovergy kostenlos zur Verfügung gestellt (Installation und erste Jahresgebühr).

Gebrauchsanleitung

Die Gebrauchsanleitung des Stromzählers von Discovergy erhielt im Test durchschnittlich 6,3 von 7 möglichen Punkten. Alle Tester bewerteten die Informationen des Herstellers in dieser Kategorie als sehr gut, obwohl diese größtenteils nur online zu finden sind. Dem Gerät selbst war lediglich ein Flyer beigelegt, der auf die häufigsten Fragen und Antworten (FAQ) im Internet verweist. Die Mehrheit der Tester lobte ausdrücklich den Support von Discovergy.

„Eine Gebrauchsanleitung im üblichen Sinn ist nicht erforderlich, da die Produktionsdaten sehr anschaulich dargestellt werden. Es wird sehr schön deutlich, wann wieviel Strom verbraucht wird – ohne dass dafür eine Anleitung erforderlich wäre.“ (Günther S. aus Wiesbaden)

„Ich muss sagen, dass ich die Gebrauchsanleitung nicht brauchte, weil ich eine Einweisung durch den Installateur bekommen habe.“ (Mario H. aus Vogelsdorf)

„Das Webportal hat auch eine kleine Hilfe. Die Bedienung ist jedoch intuitiv. Da man die Zugangsdaten für seinen Account sehr zeitnah erhält, kann man schon mit Demodaten ‚spielen‘ und das Portal kennen lernen.“ (Alexander L. aus Bremen)

Installation/Einrichtung des Discovergy Stromzählers

Auch für die Installation und Einrichtung vergaben die Tester überdurchschnittlich viele Punkte: 6,4 von 7 möglichen.

Auffällig ist, dass alle Nutzer die Installation als weitgehend bis vollkommen problemlos bezeichneten. Allerdings wird der Stromzähler von Discovergy auch in jedem Fall von einem Fachmann installiert. Denn nur Elektriker sind berechtigt, den alten Zähler durch das Gerät von Discovergy zu ersetzen.

Negativ aufgefallen sind den Testern zwei Dinge:

  • Wartezeit bis zur Installation: Durch die nötigen Absprachen mit dem Netzbetreiber und der Terminvereinbarung mit einem von Discovergy beauftragten Elektriker kann es einige Woche dauern, bis der neue Zähler in Betrieb genommen werden kann.
  • Steckdose für Powerline-Adapter (siehe Foto): Ist der Abstand zwischen Zähler und Internetanschluss zu groß, muss eine Verbindung über das Stromnetz her. Dazu verwendet Discovergy ein „Powerline-Modul“. In einem Fall musste dafür in einem Mehrfamilienhaus eine zusätzliche Steckdose installiert werden – und zwar neben dem Zählerschrank. Ein abschließbarer Kasten hätte dort laut Testbericht Zusatzkosten von rund 140 Euro verursacht.

„Der Einbau ist total problemlos. Nach der Anmeldung bei Discovergy hat es einige Zeit gedauert, bis die Rückmeldung vom bisherigen Betreiber da war. Danach hat der Installateur sich um alles gekümmert und mir auch kurz erklärt, wie alles funktioniert und sich auf die erste Suche nach Stromfressern gemacht.“ (Swantje G. aus Berlin)

„Durch das bei mir zwingend benötigte Powerline-Gerät musste neben dem Stromzähler eine Steckdose installiert werden. Dies hat der Techniker gleich mit erledigt. Jedoch kann hier jetzt jeder bei mir Strom klauen, da die Steckdose neben dem Zählerschrank angebracht wurde! Dieser Umstand wurde vorher nicht beschrieben.“ (S. Brandt aus Leipzig)

„Ein Elektriker hat die Zähler ausgetauscht; das ging problemlos und dauerte deutlich weniger als eine Stunde. Dabei gab es hier die Besonderheit, dass neben dem Stromzähler auch noch ein Zweirichtungszähler ausgetauscht wurde, da wir eine PV-Anlage auf dem Dach haben.“ (Günther S. aus Wiesbaden)

Handhabung/alltäglicher Gebrauch

In Sachen Handhabung und alltäglicher Gebrauch gab es im Test des Discovergy Stromzählers die beste Bewertung. Die Nutzer vergaben hier im Schnitt 6,6 von 7 möglichen Punkten. 3 von 5 Nutzern gaben die Bestnote.

Positiv ist einigen Nutzern aufgefallen, dass die Verbrauchwerte unmittelbar nach der Installation angezeigt werden; sowohl im Webportal von Discovergy als auch in der Smartphone-App. Das Portal, das die Auswertung der Zählerdaten ermöglicht, wird von den Testern als übersichtlich, einfach oder beeindruckend beschrieben.

Kritik gab es von einem Test-Teilnehmer an der iPhone-App, die „stark überarbeitungsbedürftig“ sei. Andere Nutzer äußerten dagegen keine Kritik an der App.

„Alle Werte sind sehr übersichtlich. Man sieht die momentane Leistungsaufnahme sowie den aktuellen Zählerstand. Durch die kostenlose Smartphone-App kann ich auch von unterwegs jederzeit sehen, wie der momentane Verbrauch ist.“ (S. Brandt aus Leipzig)

„Die Bedienung ist durch das Online-Portal sehr einfach und übersichtlich und auch ohne großen Aufwand durchführbar. Etwas schwierig ist es, aus dem gesamten Verbrauch die einzelnen Geräte auszuloten. Auf Dauer ist das sicher etwas mühsam.“ (Swantje G. aus Berlin)

„Besonders beeindruckt sind wir von der Visualisierung der Produktionsdaten [der PV-Anlage, Anm. d. Red.]: Einspeisung, Eigenverbrauch und Bezug. Es ist immer wieder spannend zu erkennen, welches Gerät wieviel Strom verbraucht.“ (Günther S. aus Wiesbaden)

Funktionen des Discovergy Stromzählers

Viel Lob gab es auch für die unterschiedlichen Funktionen von Zähler und Portal/App. Im Schnitt erreichte Discovergy hier 6,2 von 7 möglichen Punkten.

Kritik gab es nur wenig: Ein Testhaushalt wünscht sich weitere Auswertungen. Die seien aber laut Hersteller schon in Vorbereitung. Ein anderer Nutzer berichtet davon, dass sich die automatische Benachrichtigungen nicht deaktivieren lassen. Ein weiterer Test-Teilnehmer ist dagegen gerade von dieser Funktion besonders angetan. Eine Besonderheit ist die mögliche Übernahme der Daten ins Energiesparkonto (siehe Foto), mit dem sie noch genauer ausgewertet und in die App EnergieCheck übertragen werden können.

„Zurzeit sind sechs Parameter dargestellt, es bleiben für meinen Geschmack noch mehr Auswertungsmöglichkeiten offen.“ (Alexander L. aus Bremen)

„Alles ist verständlich. Es gibt eine tolle Benachrichtigungsfunktion, die mir besonders gut gefällt: Ich erhalte eine E-Mail, wenn mein Zähler eine bestimmte Zeit (die Minuten, Stunden oder Tage kann man einstellen) keine Daten sendet.“ (S. Brandt aus Leipzig)

„Die Benachrichtigungseinstellungen auf der Website sind noch optimierbar: Ich habe die Benachrichtigungen gelöscht und bekomme noch nach Tagen trotzdem diese nun ungewollten Nachrichten.“ (Mario H. aus Vogelsdorf)

Preis/Leistung

Auch beim Discovergy Stromzähler fiel die Bewertung am schlechtesten in der Kategorie Preis/Leistung aus: 5,6 von 7 möglichen Punkten waren es hier im Schnitt. Allerdings vergab kein Tester weniger als 5 Punkte.

Die einmaligen Kosten für die Installation des Discovergy Stromzählers (69 Euro) sind für die meisten Tester angemessen. Vereinzelte Kritik gab es jedoch sowohl an den einmalig anfallenden Kosten als auch an der Jahresgebühr von rund 60 Euro.

Ein Nutzer geht davon aus, dass nur im ersten Jahr genügend Stromfresser gefunden werden, um die zusätzlichen Kosten des Smart Meters auszugleichen (60 für Discovergy statt 15 bis 25 Euro für herkömmlichen Zähler). Ein anderer Tester wünscht sich ein Paketangebot mit Smart Meter für Strom, Gas und Wasser.

„Auch die jährlichen Kosten sind angemessen, zumal der Zähler irgendwann mal geeicht oder gar ausgetauscht werden muss. Im besten Fall kann ich durch die Einsparungen diese zusätzlichen, jährlichen Kosten auffangen.“ (Alexander L. aus Bremen)

„Ich wünschte mir, dass die jährlichen Kosten auf mindestens 20 Euro fallen. Nur so werden sich die intelligenten Stromzähler durchsetzen. Weiterhin sollte man sich noch Gedanken machen, wie man den Smart Meter-Besitzer vor Stromdiebstahl schützt.“ (S. Brandt aus Leipzig)

„Es wird noch zu klären sein, ob wir auf Dauer beide Zähler benötigen. Den Zweirichtungszähler würden wir aber auf jeden Fall auch künftig behalten wollen. Den dafür vorgesehenen Preis halten wir für angemessen.“ (Günther S. aus Wiesbaden)

Discovergy

Das Unternehmen Discovergy bietet unabhängig von Energieversorgern digitale Stromzähler an, mit denen sich der Stromverbrauch transparent beobachten lässt.

www.discovergy.de