Die Energiewende der Bundesregierung - für umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energie

Sie sind in aller Munde: Energiewende, Strompreis und EEG-Umlage. Was genau verbirgt sich im Einzelnen dahinter – wie und mit welchen Auswirkungen hängen die verschiedenen Bereiche zusammen?

Mit dem Schlagwort Energiewende ist die Umstellung auf eine nachhaltige Energieerzeugung gemeint. Was sich für den Laien zunächst wenig spektakulär anhören mag, ist nicht weniger als das größte Innovationsprojekt in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die genaue Umsetzung ist im Energiekonzept der Bundesregierung festgehalten. Diese Gesamtstrategie für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung reicht bis ins Jahr 2050.

Energiewende: Mehr Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Der zügige Einstieg in dieses neue Zeitalter der Energieversorgung umfasst vor allem den Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022. Um dies zu erreichen, sollen die Erneuerbaren Energien sowie die Stromnetze ausgebaut und die Energieeffizienz gesteigert, werden. Die Treibhausgase werden so reduziert. Kernziele sind, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent gegenüber 2008 zu senken. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung soll von heute 20 Prozent des Stromverbrauchs auf mindestens 80 Prozent im Jahr 2050 steigen.

Mit der Energiewende schafft Deutschland die Grundlage für ein Ressourcen schonendes und klimaverträgliches Wachstum. Durch den schrittweisen Ausbau erneuerbarer Energien machen wir uns zusätzlich unabhängiger von fossilen Rohstoffen und deren Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) trägt das Bundesumweltministerium aktiv zum Gelingen der Energiewende bei. Es fördert wirksame Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen, in der Wirtschaft, bei Verbrauchern sowie in Schulen und Bildungseinrichtungen. 

Die Energiewende kann nur mit den Menschen gelingen, nicht gegen sie. Deswegen sind die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien auch ein zentrales Anliegen des Bundesumweltministeriums. Zum Beispiel wurden deshalb die Vergütungen bei der Photovoltaik in den vergangenen Jahren mehrfach gesenkt. Auch künftig soll der Ausbau der erneuerbaren Energien möglichst kosteneffizient vorangetrieben werden. 

Stromversorgung soll bezahlbar bleiben

Allerdings ist der zukunftsfähige Umbau unserer Energieversorgung nicht zum Nulltarif zu haben. Er erfordert entsprechende Investitionen, die sich auch auf den Strompreis auswirken. Trotzdem soll die Stromversorgung für alle Haushalte in Deutschland bezahlbar bleiben. Denn die Notwendigkeit der Energiewende erklärt sich auch dadurch, dass die Preise für die endlichen und immer stärker nachgefragten fossilen Energieträger weiter steigen werden. Im europäischen Vergleich etwa lagen die Strompreissteigerungen im Jahre 2011 (6,3 Prozent) deutlich höher als in Deutschland (3,8 Prozent). Insgesamt ist zu beobachten, dass die Preise für Strom und Energie weltweit steigen. Investitionen in eine moderne Energieversorgung und in energieeffiziente Produktionsprozesse sind daher gleichzeitig Investitionen in eine sichere und möglichst preiswerte Stromversorgung.

Im Strompreis enthaltene Umlage fördert erneuerbare Energien

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, von den Übertragungsnetzbetreibern für einen bestimmten Zeitraum – in der Regel 20 Jahre – eine feste Vergütung pro Kilowattstunde. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen der Übertragungsnetzbetreiber wird auf den Stromverbrauch verteilt, soweit die Abnehmer nicht ganz oder teilweise von der Umlage befreit sind. Die hieraus resultierende Größe ist die so genannte EEG-Umlage.

Die im Strompreis enthaltene EEG-Umlage ist also keine Steuer oder Abgabe, durch die der Staat Einnahmen erzielt. Sie fließt vielmehr den Betreibern von EEG-Anlagen zu. Mit Hilfe der EEG-Umlage werden die Kosten, die die Förderung der erneuerbaren Stromerzeugung verursacht, auf die Stromverbraucher umgelegt. Die Übertragungsnetzbetreiber sind verpflichtet, ihre Kalkulationen zur EEG-Umlage zu veröffentlichen. Alle relevanten Daten finden sich unter www.netztransparenz.de.

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