Stromspar-Check von Caritas und Energie- und Klimaschutzagenturen: Hilfe beim Stromsparen

Wer Arbeitslosengeld II (ALG II), Wohngeld oder Sozialhilfe bezieht und Strom sparen will, kann auf die kostenlose professionelle Unterstützung des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbands der Energie und Klimaschutzagenturen bauen.

In Haushalten mit geringem Einkommen machen die Energiekosten einen erheblichen Anteil der Haushaltsausgaben aus. Steigende Strompreise können deshalb schnell große Löcher in das ohnehin knappe Budget reißen. Um in energieeffiziente Geräte investieren zu können, fehlen meist die Rücklagen. Hier setzt der Stromspar-Check des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbands der Energie und Klimaschutzagenturen an.

Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt zeigt Haushalten mit geringem Einkommen ihre Sparpotenziale auf. Denn auch mit kleinen Investitionen oder Verhaltensänderungen können Haushalte Energie sparen und so ihre Haushaltskasse entlasten.

Kostenlose Stromsparberatung: Wer ist berechtigt?

Teilnahmeberechtigt sind Menschen, die Arbeitslosengeld II (ALG II), Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Die Anmeldung ist ganz einfach: Beim Stromspar-Check-Standort in Ihrer Nähe anrufen und einen Termin vereinbaren. Bundesweit beteiligen sich über 100 Städte und Gemeinden an der Aktion.

Zum vereinbarten Termin kommen geschulte Stromsparhelfer zu Ihnen nach Hause und überprüfen Ihren Stromverbrauch. Sie erhalten bei dieser Gelegenheit schon die ersten Tipps, wie Sie in Ihrem Haushalt Strom und damit bares Geld sparen können. Das Besondere am Stromspar-Check: Die Stromsparhelferinnen und Stromsparhelfer sind Langzeitarbeitslose. Durch eine qualifizierte Schulung und praktische Erfahrungen im Projekt erhalten sie eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Beim zweiten Besuch haben die Stromsparhelfer kostenlose Soforthilfen zum Stromsparen dabei, wie Energiesparlampen, schaltbare Steckdosenleisten, TV-Stand-by-Abschalter, Zeitschaltuhren oder Durchflussbegrenzer für Wasserhähne. Je nach festgestelltem Bedarf wird installiert und erklärt, was am meisten Strom spart.

Zwischenbilanz: schon über 80.000 Stromspar-Checks

Zu jedem Stromspar-Check gehört zudem ein detaillierter Fahrplan fürs Stromsparen, der auf den jeweiligen Haushalt angepasst ist und konkrete Vorschläge enthält, wie der Stromverbrauch weiter reduziert werden kann. Der Erfolg der Aktion kann sich sehen lassen, wie eine Auswertung aller Stromspar-Checks belegt: Ein durchschnittlicher Haushalt mit 2,5 Bewohnern und einem Jahresstromverbrauch von 2.928 Kilowattstunden spart durch die Soforthilfen 397 Kilowattstunden oder 87 Euro (berechnet mit 22 Cent/kWh) Stromkosten pro Jahr ein.

Quellen: Website des Projektes Stromspar-Check.