Wie funktioniert der StromCheck und was ist die Berechnungsgrundlage?

Der Online-Ratgeber vergleicht Ihren Verbrauch, Ihre Kosten und Ihre CO2-Emissionen mit zwei Werten: dem Durchschnittswert und dem Optimalwert. Wie die Werte zustande kommen, erläutert Prof. Rainer Grießhammer vom Öko-Institut.

Der Stromverbrauch eines Haushalts hängt von vielen Faktoren ab – der Personenzahl, der Quadratmeterzahl, dem Gebäudetyp (Einfamilienhaus oder Wohnung im Mehrfamilienhaus), den Eigentumsverhältnissen (Mieter oder Eigentümer), der Höhe des Einkommens, der Art der Warmwasserzeugung und natürlich von der individuellen Geräteausstattung und der Art der Nutzung. 

Eine bundesweite Statistik zum durchschnittlichen Stromverbrauch unterschiedlicher Haushaltstypen, die ausreichend aufgeschlüsselt und repräsentativ ist, gibt es nicht. Grundlage für die im StromCheck verwendeten Durchschnittswerte sind daher Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie der EnergieAgentur.NRW und der gemeinnützigen co2online GmbH. Daraus hat das Öko-Institut plausible Annahmen für Durchschnittswerte entwickelt.

Für die elektrische Warmwasserbereitung wird ein durchschnittlicher Anteil von 30 Prozent am gesamten Stromverbrauch angenommen. Grundlage dafür sind die von der Energieagentur NRW und co2online ausgewerteten Daten von rund 480.000 Haushalten, die nach Haushalten mit und ohne elektrischer Warmwassererzeugung aufgeschlüsselt sind. Mit zunehmender Personenzahl nimmt dieser 30-Prozent-Anteil ab. Bei 1- und 2-Personen-Haushalten werden für die elektrische Warmwasserbereitung 1.000 Kilowattstunden pro Jahr angenommen – trotz der unterschiedlichen Personenzahl. Hintergrund sind verschiedene Statistiken, die das belegen, und zwei Annahmen: dass bei 1-Personen-Haushalten der Abwärmeverlust der Speicher überproportional hoch ist und seltener Spülmaschinen eingesetzt werden.

Im Vergleich zum Durchschnitt können clevere Verbraucher mit Engagement im Haushalt etwa 40 bis 50 Prozent Strom und Geld sparen. Das geht aus Erfahrungswerten und Berechnungen von co2online und dem Öko-Institut hervor. Daraus ergeben sich wiederum die im StromCheck verwendeten Optimalwerte.

Vergleichswerte zum Stromverbrauch

Personen im Haushalt

Haushalte ohne elektrische Warmwasser-erzeugung (in kWh)

Clevere Sparer
(in kWh)

Haushalte mit elektrischer Warmwasser-erzeugung (in kWh)

Clevere Sparer
(in kWh)

1

1.750

900

2.750

1.500

2

3.140

1.600

4.140

2.200

3

3.630

2.200

5.030

3.040

4

4.150

2.600

5.950

3.680

5

4.970

3.100

7.170

4.420

(Quellen: BDEW, EnergieAgentur.NRW, co2online; Berechnungen: Öko-Institut)

Unterschieden wird zudem zwischen Ein- und Zweifamilienhäusern auf der einen und Wohnungen auf der anderen Seite. Der Stromverbrauch in Wohnungen liegt bei gleicher Personenzahl meist etwa 150 bis 250 Kilowattstunde niedriger als in der Tabelle angegeben; der Stromverbrauch in Einfamilienhäusern in der gleichen Größenordnung höher – bedingt durch statistisch unterschiedliche große Wohnflächen und durch unterschiedliche Eigentumsverhältnisse.

Alle Einzelheiten zu den Auswertungen und Annahmen können Sie dem Faltblatt „Überschlägige Aufschlüsselung des Stromverbrauchs unterschiedlicher Haushaltstypen” (PDF, 217 KB) entnehmen.

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