Wie kann ich den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten selbst messen?

Wie viel Strom benötigt der alte Gefrierschrank unten im Keller? Was verbraucht die elektrische Zahnbürste? Kleinen und großen Stromfressern kommen Sie am besten selbst auf die Spur: mit einem Strommessgerät.

Die alte Kaffeemaschine der Großeltern, die noch hin und wieder im Einsatz ist. Ein Netzkabel für das Smartphone, das in der Steckdose steckt, aber an das kein Telefon angeschlossen ist. Wer mit offenen Augen durch seinen Haushalt geht, findet unzählige Geräte, deren Stromverbrauch völlig unklar ist. Oft ist keine Bedienungsanleitung zur Hand oder der exakte Stromverbrauch ist darin nicht angegeben. In diesen Fällen ist es am besten, selbst mit einem Strommessgerät nachzumessen.

Ein solches Gerät können Sie bei vielen Verbraucherzentralen, Energie- und Klimaschutzagenturen sowie lokalen Energieversorgern kostenlos ausleihen. Dabei ist es wichtig, bei der Ausleihe zu erklären, an welchen Haushaltsgeräten Sie den Stromverbrauch messen wollen. Denn bestimmte Messgeräte zeigen erst ab einer größeren Watt-Zahl einen korrekten Wert an, sodass Sie geringere Stromverbräuche wie Stand-by-Verluste nicht immer exakt erfassen können. Bei einigen Strommessgeräten können Sie zudem auch Ihren aktuellen Strompreis eingeben und sich so nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Stromkosten anzeigen lassen. Mögliche Ausleihstellen in Ihrer Nähe finden Sie per Postleitzahlen-Suche in unserer Rubrik Stromberatung vor Ort.

So messen Sie richtig

Wenn Sie ein Strommessgerät haben, sollten Sie für die Ermittlung genauer Werte einige Hinweise beachten. Zunächst ist es laut Stiftung Warentest wichtig, das Haushaltsgerät, dessen Stromverbrauch Sie bestimmen wollen, schon ein paar Minuten vor der Messung einzuschalten. Manche Elektrogeräte benötigen in einer sogenannten Warmlaufphase kurz nach dem Anschalten etwas mehr Strom als im Normalbetrieb. Durch die kurze Wartzeit werden Ihre Messwerte genauer.

Bei einigen Geräten sollten sie außerdem über einen längeren Zeitraum messen – denn oft hängt der Verbrauch von der Nutzung ab. Dies trifft zum Beispiel bei Computern oder Fernsehgeräten zu. Aber auch bei Kühlschränken: Wenn ein Kühlschrank tagsüber einige Male geöffnet wird, verbraucht er mehr Strom als nachts, wenn er geschlossen bleibt. Wenn Sie bei solchen Geräten etwa über den Zeitraum einer Woche messen, erhalten Sie verlässliche Durchschnittswerte. Gleiches gilt für Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner. Auch hier ist es sinnvoll, nicht nur eine sondern mehrere Messungen vorzunehmen.

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