Stromsparen mit der Heizungspumpe – wie soll das funktionieren?

Wenn es ums Energiesparen geht, denken die wenigsten an die Heizungspumpe. Dabei gehört sie zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Die gute Nachricht: Oft ist es bei der Heizungspumpe nur eine Frage der Einstellung.

Egal, ob Sie mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Sonne oder Holzpellets heizen – ohne die Heizungspumpe würde Ihre Heizung kalt bleiben. Die mit Strom betriebene Pumpe transportiert das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Etwa 25 Millionen dieser Umwälzpumpen verrichten in Deutschlands Heizungskellern ihren Dienst. Häufig rotieren dort aber alte oder überdimensionierte Exemplare. Und die sind wahre Stromfresser: Alte Pumpen arbeiten stets mit der gleichen Drehzahl und können sich nicht dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Auch bei geschlossenen Thermostatventilen laufen sie auf vollen Touren. Wenn die Regeleinheit der Heizanlage nicht auf den Sommerbetrieb umgestellt wird, ist die Heizungspumpe sogar im Sommer aktiv und verbraucht Strom. Das ist nicht nur ökologisch sinnlos, sondern vergeudet jede Menge Geld.

Was bringt der Einbau einer neuen Heizungspumpe?

In einem Einfamilienhaus verursacht eine veraltete Pumpe Stromkosten zwischen 125 und 200 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch Ihres Fernsehers und Ihres Kühlschranks kostet Sie jährlich im Schnitt zwischen 45 Euro und 80 Euro. Wird die alte Heizungspumpe durch eine moderne Hocheffizienzpumpe ersetzt, spart das durchschnittlich Stromkosten in Höhe von etwa 100 Euro jährlich. Eine solche moderne Pumpe kostet inklusive Einbau durch einen Fachhandwerker 350 bis 500 Euro. Der Austausch der Heizungspumpe macht sich also durch den eingesparten Strom innerhalb weniger Jahre bezahlt. Wie viel Sie individuell durch einen Pumpentausch sparen können, zeigt Ihnen der interaktive PumpenCheck der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online.

Moderne Heizungspumpen optimal einstellen und Strom sparen

Selbst etwas neuere, schon regelbare Pumpen sind in vielen Heizungsanlagen falsch eingestellt oder überdimensioniert. So wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Die Heizungspumpen arbeiten durchschnittlich mit einer Leistung von 74 Watt, obwohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern heute 15 Watt ausreichen – eine moderne Pumpentechnik vorausgesetzt. Ein so genannter hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass weniger Wasser durch das Heizsystem gepumpt werden muss. So benötigt die Pumpe weniger Energie, um die richtige Menge Wasser umwälzen zu können. Die vorhandene Heizungspumpe kann auf einen niedrigeren Wert eingestellt werden und spart Strom. Weitere Informationen über den hydraulischen Abgleich und die Heizungspumpe finden Sie auf der Website der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Meine Heizung kann mehr”.

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Quellen: co2online gGmbHKampagne „Meine Heizung kann mehr”