Beratung zum Heizen: Warmwasser und Heizung unter der Lupe

Heizung und Warmwasser machen den Großteil des Energieverbrauches von Haushalten und vieler Nichtwohngebäude aus. Die Sparpotenziale sind oft enorm.

Kosten und Umweltbelastung hängen besonders von der Art der Energieträger sowie von der Effizienz der Energieerzeugung und Nutzung ab. Gebäudeeigentümer haben je nach finanziellem Spielraum weitaus mehr Sparmöglichkeiten als die Nutzer. Aber selbst mit kleinen Maßnahmen und Verhaltensänderungen lässt sich die Energie effizienter nutzen. Behörden und Verbände, Klimaschutzagenturen und Handwerksbetriebe bieten zahlreiche Hilfen an, energie- und umweltschonender zu heizen und Wasser zu erwärmen.

Heizenergieverbrauch prüfen, dokumentieren und vergleichen

Besonders motivierend und erfolgversprechend ist es, sich zunächst einen Überblick über den eigenen Heizenergieverbrauch, die Heizkosten und das Sparpotenzial zu verschaffen. Den schnellen Vergleich mit anderen Wohngebäuden ermöglichen Heizspiegel, die ähnlich wie ein Mietspiegel statistische Werte zur Beurteilung von Heizkosten und Heizenergieverbrauch von zentral beheizten Wohngebäuden nutzen. Eine ebenfalls kostenlose erste Einschätzung des wärmetechnischen Zustandes eines Gebäudes und der Höhe der Heizkosten sowie fachlichen Rat bietet der Online-Ratgeber HeizCheck. Mieter oder Eigentümer von Wohnungen oder Wohngebäuden können derzeit kostenlos eine detaillierte Analyse in einem individuellen Heizgutachten anfordern.

Die Website der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne "Klima sucht Schutz" hält weitere Online-Ratgeber rund ums Thema Heizen und Warmwasser bereit – etwa zur Überprüfung der alten Heizanlage, zur Modernisierung, zu kostengünstigen Heizsystemen im Neubau und zu Förderprogrammen. Darüber hinaus finden Sie dort im Bereich Energiesparen ausführliche Informationen zu Themen wie Lüftung, Heizungspumpen oder Nachtspeicherheizungen sowie zahlreiche Tipps, wie Sie auch als Mieter Ihren Heizenergieverbrauch ohne Komfortverlust drosseln können.

Wer sich dauerhaft den Überblick über den eigenen Energieverbrauch sowie die damit verbundenen Kosten behalten möchte, kann das ganz komfortabel mit dem kostenlosen Energiesparkonto, einem ebenfalls vom Bundesumweltministerium geförderten Online-Werkzeug. Das Konto dokumentiert auch Ihre Sparmaßnahmen und die damit verbundenen Erfolge. In wenigen Schritten können Sie Ihr eigenes Energiesparkonto einrichten. Der Energiesparclub bietet zudem in einem Themenspezial Tipps zum richtigen Heizen.

Heizungsanlage optimieren und modernisieren

Ein bislang meist ungenutztes Potenzial, Heizenergie effizient zu nutzen, liegt in der auf den Gebäudebedarf abgestimmten Einstellung der unterschiedlichen Heizungskomponenten. Dafür sorgt ein vom Fachmann vorgenommener hydraulischer Abgleich der Heizung. Über diese noch weitgehend unbekannte geringinvestive Effizienzmaßnahme und weitere Modernisierungsmaßnahmen klärt die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ auf. Mit dem Online-Ratgeber WärmeCheck können dort Hauseigentümer schnell, individuell und kostenlos herausfinden, wann sich ein hydraulischer Abgleich für ihr Haus lohnt.

Ein großes Sparpotenzial steckt in der Modernisierung von Heizungsanlagen. Checklisten für die Heizungsmodernisierung und einen Vergleich verschiedener Heizungstechniken finden Sie auf der Website des Branchenverbandes VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V. unter www.intelligent-heizen.info.

Beratung und Bewertung zum Thema Heizen

Eine erste, aber dennoch umfassende Einschätzung, ob Ihr Gebäude energetisch fit ist, gibt der kostenlose Energie-Check der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“. Bei einer Besichtigung Ihres Hauses untersucht ein geschulter Handwerker, Energieberater oder Architekt Fenster, Wände, Keller, Dach und Heizung und gibt Tipps zu möglichen Sanierungsmaßnahmen. Sie erhalten einen übersichtlichen und verständlichen Checkbogen, der an einer Farbskala zeigt, wie energieeffizient das Gebäude und seine Bauteile sind.

Eine anbieterunabhängige Beratung für Mieter und Eigentümer bietet die Energieberatung der Verbraucherzentralen mit ihren Energie-Checks, etwa zum Heizen und Lüften, oder zu Modernisierungsmaßnahmen und zur Brennwerttechnik. Bereits ab zehn Euro decken die Energieberater Sparpotenziale auf und geben Ihnen Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte.

Wie beim Kauf eines Autos oder eines Kühlschrankes sollte auch bei der Entscheidung für eine Wohnung oder ein Gebäude der Energieverbrauch eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur Käufer, auch Mieter sollten sich daher den Energieausweis zeigen lassen, der seit 2009 gesetzlich vorgeschrieben ist. Er informiert über den energetischen Zustand eines Gebäudes und hilft dabei, vor Vertragsabschluss die Kosten für Heizung und Warmwasser abzuschätzen. Ausführliche Informationen über den Energieausweis finden Sie auf der Projektseite zukunft-haus.info der dena. Auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung informiert dazu.

Weiterführende Links